Kinderimpfung
Impfungen schützen – im Alltag und im Urlaub

Impfungen schützen
Ein großer Vorteil unserer modernen Zivilisation gegenüber den Menschen in früheren Zeiten ist der Schutz vor vielen Infektionskrankheiten durch das Impfen. Der Möglichkeit, z.B. an Diphterie, Tetanus oder Kinderlähmung zu erkranken, kann mit den entsprechenden Impfungen vorbeugend schon wirksam entgegengetreten werden. Doch auch oft unterschätzte sogenannte „Kinderkrankheiten“ wie z.B. Masern oder Mumps, die erhebliche Folgeschäden verursachen können, werden mit recht- und das heißt frühzeitigen Impfungen erfolgreich bekämpft. So hat etwa die „Ständige Impfkommission“ ein Impfprogramm für Kinder empfohlen, das den Schutz gegen Diphterie, Tetanus, Keuchhusten, Kinderlähmung, Hepatitis B, Masern, Mumps, Röteln und Windpocken umfasst. Zu beachten ist dabei, dass manche Impfungen lebenslänglich schützen, andere dagegen später aufgefrischt werden müssen.
Was geschieht beim Impfen?
Kurz gesagt wird mit einer Impfung das Immunsystem des Menschen zusätzlich gestärkt, indem es auf die Abwehr bestimmter Krankheitserreger besser vorbereitet wird. Dazu werden dem Körper solche Krankheitserreger zugesetzt, die aber zu schwach oder sogar tot sind, so dass durch sie keine Erkrankung mehr entstehen kann. Trotzdem bildet das Immunsystem nun Antikörper gegen diese Erreger, die dann im Falle eines späteren tatsächlichen Erregerangriffs unmittelbar eingreifen können – und die Krankheit ist gebannt!
Impfen für den Urlaub?
Denkt man an Impfungen in Verbindung mit einem geplanten Urlaub, dann dreht es sich meistens um eine Fernreise. Und es ist ja auch sehr ratsam, sich vor einer Reise in ein ferneres oder überhaupt fremdes Land früh genug darüber zu informieren, ob und welcher Impfschutz für das betreffende Land empfohlen wird oder vielleicht sogar notwendig ist. Soll die Reise etwa sogar auf einen anderen Kontinent führen, werden in vielen Fällen Impfungen gegen Gelbfieber oder Hepatitis A und eine Malaria-Prophylaxe naheliegen.
Aber nicht nur bei Fernreisen können Impfungen nützlich sein; auch bei Reisen im eigenen Land ist oft dazu zu raten. Ein ziemlich bekanntes Beispiel hierfür sind die FSME-Risikogebiete vor allem in den südlichen Teilen Deutschlands. Das sind die Gebiete, in denen eine erhöhte Gefahr dafür besteht, über den Stich einer Zecke mit dem FSME-Virus infiziert zu werden. FSME ist die Abkürzung für Frühsommer-Meningoencephalitis, einer Virus-Infektion, die aufgrund ihrer Übertragungsweise auch Zecken-Hirnhautentzündung genannt wird und übrigens nicht nur im Frühsommer droht. Eine FSME-Schutzimpfung, die es auch speziell auf Kinder abgestimmt gibt, ist daher sicher eine empfehlenswerte Sache, wenn ein Urlaub in einem der fraglichen Gebiete bevorsteht.
Nebenwirkungen und Kosten
Die Nebenwirkungen und die zusätzlichen hohen Kosten sind mit die Hauptgründe, die angegeben werden, wenn sich gegen eine der Impfungen entschieden wird. Doch die Nebenwirkungen, wenn überhaupt welche auftreten, sind bei den meisten Impfungen so gering, dass sie zu deren Nutzen in keinem Verhältnis stehen – dies gilt auch bei Kindern.
Und die Kosten? Die Kosten für die Impfungen des anfangs erwähnten Impfprogrammes für Kinder übernehmen in der Regel die Krankenkassen. Andere, z.B. exotischere Impfungen können schon einmal ein wenig auf den Geldbeutel drücken. Aber sollte uns die Gesundheit das nicht wert sein?
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