Schon Babys haben Geschmack

Geschmackssinn bei Kindern fördern

Kinder sind wahre Feinschmecker. In den ersten Lebensjahren entwickelt sich der Geschmackssinn zunehmend. Doch wie funktioniert das eigentlich? Und wie können Eltern den Geschmackssinn Ihrer Kinder gezielt fördern? Wir haben Ihnen hier die wichtigsten Informationen zusammengetragen.

Sinnesentwicklung

Bereits Neugeborene können Süßes von Bitterem und Saurem unterscheiden. Ein Überlebensinstrument, das den Weg zur süßen Muttermilch bereitet und vor der Einnahme giftiger Stoffe schützt. Doch ein vielfältigeres Geschmacksrepertoire muss sich über die ersten sechs bis sieben Lebensjahre hinweg erst entfalten. Geschmack kann quasi erlernt werden.  

Vorliebe für Süßes

Wissenschaftler unterscheiden im Groben die Geschmackseindrücke nach süß, sauer, salzig, bitter und umami. Letzteres ist eine japanische Bezeichnung für ein deftiges, herzhaftes Aroma. Süße Sachen schmecken Ihrem Kind von Geburt an gut – und auch umami oder leicht salzige Speisen kommen bereits nach einigen Lebensmonaten gut an. Bitteres und Saures wird dagegen in den ersten zwei Lebensjahren häufig abgelehnt. Dass auch solche Speisen gut schmecken können, müssen Kinder erst lernen.  

Der Geschmackssinn: Ein lebenswichtiges Instrument

Der Geschmack dient aus entwicklungsbiologischer Sicht dazu, die Nahrungsmittel auf Qualität und Verträglichkeit hin zu prüfen. Für Kinder, die sich im Wachstum befinden, ist dies besonders wichtig. Kein Wunder also, dass sie wahre Feinschmecker sind. Genau diese feinen Geschmacksnerven führen allerdings auch gelegentlich dazu, dass Speisen erst einmal abgelehnt werden. „Was der Bauer nicht kennt, isst er nicht“ – dieses Motto trifft auf Kinder ganz besonders zu. Sie gehen mit Vorsicht an unbekannte Nahrungsmittel – evolutionswissenschaftlich betrachtet eine clevere Strategie, um Gefahren zu vermeiden.  

Wiederholungen führen zum Erfolg  

Die Vielfalt der Nahrungsmittel müssen Kinder erst kennen lernen. Das kann seine Zeit brauchen. Wichtig für Eltern ist es, nicht nach dem ersten Ablehnen einer Speise aufzugeben – sondern sie durch wiederholte Angebote auf den Geschmack zu bringen. Wissenschaftliche Studien belegen, dass Kinder etwa acht bis zehn Mal Lebensmittel probieren müssen, bis sie sich eine endgültige Meinung darüber bilden können. Geduld ist also – wie in vielen Erziehungsangelegenheiten – das Zauberwort, das zum Erfolg führt.  

Nein, meine Suppe ess‘ ich nicht - Was nun?

Viele Eltern machen sich Sorgen darüber, wenn ihr Nachwuchs Gemüse strikt ablehnt. Dabei muss das noch kein Grund zur Beunruhigung sein: Der Geschmackssinn verändert sich – was heute noch mit Entrüstung abgelehnt wird, kann in ein paar Jahren zum Lieblingsgericht avancieren. Wichtig ist, dass Sie als Eltern die Vorlieben und Abneigungen Ihres Kindes beim Essen akzeptieren. Erzwingen Sie nichts – sondern bieten Sie einfach weiter gesunde und abwechslungsreiche Kost an. Je weniger Sie Ihr Kind unter Druck setzen, umso eher wird es sich irgendwann doch auf das Gemüse oder Obst einlassen. 

Sie können das Essverhalten Ihres Kindes auch spielerisch fördern. Probieren Sie doch einmal folgende Tipps aus:       

  • Bereiten Sie das Essen gemeinsam zu! Wer mitkochen darf, isst später umso lieber. Und womöglich wird schon in der Küche das ein oder andere Gemüse als Rohkost probiert.
  • Werden Sie kreativ! Servieren Sie das Essen einmal besonders schön. Nicht nur bei Erwachsenen isst das Auge bekanntlich mit – auch bei Kindern funktioniert diese Strategie häufig bestens.         
  • Sorgen Sie für Abwechslung auf dem Speiseplan. Die Neugierde Ihres Kindes wird siegen, wenn Sie häufiger etwas Neues auf den Tellern präsentieren.          
  • Kinder lieben Märchen. Wie wäre es, wenn Sie märchenhafte Zutaten – wie etwa die Äpfel von Schneewittchen oder die Erbsen von Aschenputtel – in das Essen einbauen? Verbunden mit einer Geschichte schmeckt die Mahlzeit gleich doppelt so gut.     
  • Nichts hilft? Dann haben Sie immer noch die Möglichkeit, bestimmte Zutaten „versteckt“ ins Essen zu geben. Die Lasagne schmeckt auch mit geraspelten Möhren lecker, und auch in Pfannkuchen lassen sich Karotten oder Zucchini geschickt untermischen.
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