Schadstoffe im Schnuller
Fakten zu Bisphenol A

Schadstoff Bisphenol A
Bisphenol A ist ein Stoff, der in zahlreichen Gegenständen des alltäglichen Lebens enthalten ist – so beispielsweise in Babyfläschchen, aber auch in Trinklernbechern oder Kunststoffgeschirr. Auch in Schnullern bekannter Hersteller wurde jüngst Bisphenol A nachgewiesen. Zu den betroffenen Marken zählen unter anderem Avent, Babylove, NUK, MAM, Babysmile und Baby-nova. Sowohl in den Saugern selbst, als auch insbesondere in den Kunststoffhalterungen soll Bisphenol enthalten sein.
Bisphenol A ist ein Wirkstoff, der im Grund genommen ähnliches bewirkt wie das weibliche Hormon Östrogen. Im Körper mutiert der Stoff zu einem Stoffwechselprodukt, das dadurch seine Wirkung verliert und entsprechend auch wieder ausgeschieden wird.
Schadet Bisphenol A meinem Baby?
Ob Bisphenol sich negativ auf die Gesundheit auswirken kann, hängt von der konsumierten Menge ab. Wie die europäische Gesundheitsbehörde EFSA mitteilte, so sind 0,05 Milligramm pro Kg Körpergewicht unbedenklich – sogar dann, wenn die Aufnahme täglich und lebenslang erfolgt. Bei Babys würde das bedeuten: Bis zu 0,2 Milligramm bei einem Körpergewicht von 4 kg können ohne Sorge aufgenommen werden.
In einem herkömmlichen Schnuller-Sauger befinden sich rund 0,16 bis 0,8 Milligramm des schädlichen Stoffes. Würde ein Baby nun die gesamte Menge an Bisphenol A beim Schnuller nuckeln aufnehmen, so würde das die Grenzen des Unbedenklichen überschreiten. Es ist jedoch bislang nicht geklärt, wie viel ein Baby beim Nuckeln tatsächlich an Bisphenol A konsumiert.
Warum ist Bisphenol in Schnullern nicht verboten?
Nachdem laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) noch keine „akute gesundheitliche Gefährdung durch die Aufnahme von Bisphenol A“ besteht, wird der Stoff bei der Herstellung von Schnullern und anderen Baby-Produkten nicht gesetzlich verboten. Derzeit laufen Tests, die belegen sollen, wie hoch die Menge an Bisphenol A ist, die Babys mit dem Schnuller aufnehmen. Anschließend soll das BfR entsprechend Informationen an die Öffentlichkeit herausgeben.
Hersteller von Schnullern warten auf Ergebnisse
Die Hersteller zeigen sich unterdessen teilweise selbst erstaunt über die Analyse-Werte, und wollen nun selbst Labortests und Untersuchungen mit ihren Schnullern durchführen.
Bis erste handfeste Ergebnisse vorliegen, wird es wohl noch eine Weile dauern. Wir werden Sie dann jedoch umgehend darüber informieren. So lange gilt: Keine Panik! Und bei allzu großen Bedenken auf Schnuller ohne Schadstoffe zurückgreifen.
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