Der erste Partner Ihres Kindes

Erste Liebe - Wie Sie damit umgehen

Immer wieder mögen Eltern die Partner ihrer Kinder nicht. Entweder aus Eifersucht oder aus fehlender Sympathie. Dennoch ist es wichtig, den Partner nicht einfach zu verteufeln. Immerhin ist es die erste Liebe Ihres Kindes.Sie sollten eine möglichst harmonische Basis anstreben. Manchmal ist der Partner jedoch wirklich gefährlich. Er nutzt ihr Kind aus oder misshandelt es. In solchen Fällen sollten und müssen Sie einschreiten. Wie Sie das möglichst behutsam tun, erfahren Sie hier.

Wie Sie mit der ersten Liebe Ihres Kindes umgehen

Eltern lieben ihre Kinder. Daher wollen sie diese auch nicht teilen. Schon gar nicht mit einem Fremden. Insbesondere Väter haben oft Schwierigkeiten, den ersten Freund der Tochter zu akzeptieren. Sie wollen ihre kleine Prinzessin nicht hergeben. Sie übersehen dabei, dass die „kleine Prinzessin“ eine junge Frau geworden ist und die erste Liebe normal ist.. Doch auch Antipathie kann ein Grund für schlechte Stimmung sein. Der erfolgreiche Investmentbanker mag den Punk-Freund seiner Tochter nicht. Und die besorgte Mutter mag es nicht, dass die dominante Freundin den Sohn herumkommandiert. Wie geht man am besten mit der ersten Liebe bei Kindern um?

Umgang mit der ersten Liebe Ihres Kindes

Aus dieser Eifersucht und Antipathie kann viel Streit entstehen. Zum einen zwischen den Eltern und dem Partner. Diese können sich nicht leiden und beschimpfen einander. Doch auch zwischen den Eltern und dem Kind. Denn das Kind fühlt sich weder verstanden noch angenommen. Seine ganz persönliche Entscheidung für den Partner wird in Frage gestellt. Versuchen Sie daher, möglichst gelassen mit dem ersten Partner Ihres Kindes umzugehen. Akzeptieren Sie, dass Ihr Kind nach und nach erwachsen wird. Es kann und muss seine eigenen Entscheidungen treffen. Und letztlich muss der Partner zu Ihrem Kind passen und nicht zu Ihnen.

Versuchen Sie nach Möglichkeit (gemeinsam) herauszufinden, warum sich Ihr Kind für diesen Partner begeistert. Führt er es in aufregende, neue Lebenswelten ein? Kann er sehr gut zuhören, erzählen oder Gedichte schreiben? Will es sich einfach von den Vorstellungen und Wünschen der Eltern lösen? Möchte es seinen eigenen Weg gehen? Wenn Sie verstehen, warum Ihr Kind den Partner mag, können Sie die erste Liebe vielleicht besser wertschätzen. Laden Sie ihn doch einmal ein und lernen Sie ihn möglichst neutral kennen. Mit Sicherheit werden Sie die guten Seiten, die Ihr Kind begeistern, zumindest im Ansatz erkennen können.

Wenn der Partner wirklich gefährlich ist

Gelegentlich sind die Partner des Kindes wirklich gefährlich. Sie bringen das Kind mit Drogen in Kontakt, nutzen es aus, schlagen es oder betreiben Psychoterror. In solchen Fällen können und müssen Sie als Eltern natürlich eingreifen. Jedoch sehr behutsam. Denn oft sieht ein Kind die Beziehung durch eine rosarote Brille. Die schlechten Eigenschaften des Partners werden einfach übersehen. Treffverbot und ein Beziehungsende sind gut gemeint und eventuell auch richtig. Doch sie kommen häufig völlig falsch an.

Ihr Kind muss verstehen, warum Sie sich Sorgen machen. Sprechen Sie offen darüber. Und finden Sie möglichst viele Beispiele für schlechtes Verhalten des Freundes. Haben Sie Beschimpfungen aufgeschnappt? Haben Sie mitbekommen, dass Ihr Kind seinem Partner immer wieder Geld leiht? All das sind Argumente, die gegen diese Beziehung sprechen. Versuchen Sie, Ihrem Kind einen realistischen Blick auf die Beziehung zu geben. Zwingen können Sie es aber nicht. Es muss sich letztlich selbständig für oder gegen den Partner entscheiden. Wichtig ist aber, dass Sie gefährliches Verhalten konsequent und nachvollziehbar aufzeigen.

Hier finden Sie Rat

Gelegentlich sind Eltern mit den Partnerproblemen ihrer Kinder überfordert. Zum Beispiel, wenn ihr Kind geschlagen oder psychisch misshandelt wird. In solchen Fällen ist es wichtig, sich professionelle Hilfe zu suchen. Diese finden Sie zum Beispiel bei einer Erziehungsberatungsstelle. Hier kann Ihrem Kind erst einmal ein Bewusstsein für die Gefahr vermittelt werden, die der falsche Partner darstellt. Danach geht es daran, Verteidigungsstrategien zu entwickeln. Das muss nicht heißen, den Partner zu verlassen. Diese Entscheidung müssen Sie Ihrem Kind überlassen. Es heißt lediglich, dafür zu sorgen, dass Ihrem Kind nichts mehr geschehen kann.

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