Nicht ohne meinen Schnuller
Babyschnuller ist Tröster Nummer Eins

Tipps für den Schnullerkauf
Manche Babys brauchen von Geburt an einen Schnuller, während andere erst mit zunehmendem Alter auf den Geschmack kommen. Einige wenige Ausnahmen brauchen während der ganzen Babyzeit überhaupt keinen Schnuller, aber die meisten wollen schon bald nicht mehr ohne ihren Tröster sein. Ist ja auch kein Wunder, denn Saugen beruhigt ungemein. Mütter, die stillen wollen, sollten ihr Kleines aber nicht zu früh an den Schnuller gewöhnen, auch wenn es noch so schön ist, wenn es sich damit selbst beruhigen kann. Allerdings kann es bei Brustkindern zu Irritationen kommen, die soweit führen können, dass sie den künstlichen Sauger der Brust vorziehen. Dieser Umstand ist sicher von keiner stillenden Mutter gewollt, deshalb sollte man mit damit lieber warten, bis das Kind drei oder vier Wochen alt ist und sich an die Brust gewöhnt hat.
Latex oder Silikon - was ist besser?
Im Grunde spielt es keine Rolle, welches Material für den Schnuller man wählt, es sei denn, bei dem Kind ist eine Latexallergie bekannt. Dann kommen natürlich nur Silikonsauger in Frage. Im Handel sind verschiedene Formen erhältlich, neben der klassischen Form gibt es auch komplett runde Sauger. Hier muss man einfach ausprobieren, was das Kleine am liebsten mag. Wichtig ist die richtige Größe, es gibt Schnuller bis zum sechsten Monat, bis zum zwölften Monat und für ältere Kinder.
Reinigung und Austausch
Die Schnuller sollten möglichst einmal täglich ausgekocht werden. Deshalb ist es gut, wenn man einen ausreichenden Vorrat hat, damit man diese immer wieder tauschen kann. Ein ausreichender Vorrat ist auch wichtig für unterwegs, denn wenn ein Schnuller einmal herunterfällt, sollten die Eltern diesen keinesfalls sauber lutschen. Sie tun dem Kind damit keinen Gefallen, im Gegenteil. Durch den Speichel der Eltern werden Kariesbakterien in den Mund des Kindes geschleust, die ein Leben lang dort bleiben und Schäden verursachen können. Lieber den Schnuller unter fließendem Wasser abspülen oder einen neuen aus der Tasche holen. Die Schnuller können entweder beim Reinigen der Flaschen mit in den Sterilisator gegeben werden oder man kocht sie wenige Minuten in einem kleinen Topf auf dem Herd aus. Danach sind sie wieder keimfrei. Durch häufigen Gebrauch und besonders wenn die ersten Zähnchen kommen werden die Schnuller sehr in Mitleidenschaft gezogen. Sie sollten spätestens dann ausgetauscht werden, wenn Risse oder poröse Stellen deutlich werden. Das Kleine könnte sonst Stücke abbeißen und verschlucken.
Abschied vom Schnuller
Kinder- und Zahnärzte warnen immer wieder vor Zahnfehlstellungen durch zu langes Nuckeln. Auch wenn die heutigen Sauger immer besser an die Kieferform angepasst werden, sollte man dem Kind den Tröster nicht ständig geben. Mit zunehmendem Alter sollte man dann versuchen, den Gebrauch immer mehr einzuschränken. So bekommt das Kleine den Schnuller nur noch zum Schlafen oder wenn es sich wehgetan hat und nicht mehr den ganzen Tag. Man könnte das Kind zum Beispiel durch Vorlesen und Singen ablenken, wenn es unleidlich wird oder man bietet statt des Schnullers eine Alternative an. Das könnte zum Beispiel eine Schmusedecke sein oder ein neues Kuscheltier. Spätestens mit drei Jahren wird es Zeit, dem Schnuller endgültig Adieu zu sagen. Das klappt meistens ganz gut mit einer kleinen Geschichte.
Manche Eltern erzählen ihrem Kind zum Beispiel, dass die Schnuller jetzt von kleineren Babys gebraucht werden und deshalb von der Schnullerfee abgeholt werden. Stattdessen bekommt das Kind von der Schnullerfee ein kleines Geschenk für “große” Kinder. Meist wird das Ganze mit einem schönen Ritual verbunden, bei dem die Schnuller abends vor dem Schlafen vor die Tür oder auf die Fensterbank gelegt werden. Am nächsten Morgen liegt dort statt der Schnuller das versprochene Geschenk. Jede Familie hat da ihre eigenen Rituale und in der Mehrzahl der Fälle klappt das Abgewöhnen ohne Probleme. Auch das symbolische Werfen des Schnullers mit Hilfe eines Briefes in einen Briefkasten (mit dem Empfänger wurde das vorher abgesprochen) oder die symbolische „Übergabe“ an ein jüngeres Kind aus dem Verwandten- oder Bekanntenkreis können eine große Hilfe sein.
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