Entwicklung bei Ihrem Kind
Frühkindliche Entwicklung

Entwicklung bei Ihrem Kind
Im ersten Jahr vollzieht Ihr Kind eine bemerkenswerte frühkindliche Entwicklung. Vom unbehilflichen Säugling avanciert Ihr Nachwuchs im Handumdrehen zu einem mobilen und aktiven Kleinkind. Bereits mit drei Monaten beginnt es, seinen Kopf in Bauchlage eigenständig hochzuhalten.
Mit einem halben Jahr kippt das Köpfchen auch nicht mehr ab, wenn Sie Ihr Baby aus der Rückenlage in Sitzposition ziehen. Immer häufiger greift Ihr Kind nun auch bewusst zu seinen Spielsachen – und reicht diese von einer Hand in die andere.
Im Alter von neun Monaten können Babys in der Regel schon frei sitzen, und bewegen sich rollend, robbend oder rutschend über den Fußboden. Die neue Beweglichkeit sorgt für größere Freiräume – und bewirkt ein gesteigertes Interesse Ihres Kindes an eigenständigen Entdeckungen. Diese frühkindliche Entwicklung wird noch einmal angeheizt, wenn Ihr Kind das Laufen erlernt.
Um den ersten Geburtstag herum stehen Kinder zum ersten Mal auf ihren eigenen Füßen. Nur wenig später werden die ersten kleinen Schritte ohne Festhalten gewagt – und die Mobilität kennt schon bald keine Grenzen mehr! Ich weiß, was ich will – und spüre, was du fühlst
Schon kleine Babys sind nicht so hilflos, wie sie gerne dargestellt werden. Bereits mit drei Monaten haben sie gelernt, wie sie ihre Wünsche durchsetzen können: Sie schreien aus unterschiedlichen Anlässen wie Hunger, Ärger oder Langeweile - und fordern damit auch eine entsprechende Lösung der Eltern ein. Andererseits fällt es ihnen mindestens ebenso leicht, die Großen mit einem überzeugenden Lächeln um den Finger zu wickeln.
Im Alter von einem halben Jahr teilt sich Ihr Baby bereits in unterschiedlichen Tonlagen mit. Es erkennt außerdem, welche Stimmung bei den Bezugspersonen herrscht – ob Mama beispielsweise traurig oder fröhlich ist. Mit etwa einem dreiviertel Jahr können Kinder Gegenstände mit Worten verknüpfen – weit bevor sie selbst sprechen können. Die ersten Silbenketten werden allerdings auch schon gebildet (ra-ra-ra-ra oder ga-ga-ga-ga).
Frühkindliche Entwicklung - Das zweite Jahr: Ich werde groß!
Schon kurz nach dem ersten Geburtstag beginnt das eigenständige Laufen. Immer sicherer werden die kleinen Schritte, die meist schon mit 15 Monaten ohne Festhalten gewagt werden. Im Laufe des zweiten Lebensjahres wird Ihr Kind zunehmend schneller, es beginnt zu springen, zu rennen und über kleine Hindernisse zu klettern.
Auch die Geschicklichkeit wird zunehmend ausgebaut: Das Zusammenspielen zwischen Augen und Händen wird perfektioniert. Nun findet der Löffel gezielt den Weg zum Mund, der Becher wird selbst angesetzt. Und sogar die Socken können schon selbst über die kleinen Füße gezogen werden!
Ihr Kind will mitreden
Das Interesse an der Sprache wächst im zweiten Jahr rasant an. Die ersten Wörter fallen schon früh – etwa um den ersten Geburtstag herum. Dazu zählen wichtige Begriffe wie „Mama“ oder „Papa“, als auch „Auto“ oder „Wau-Wau“. Im Alter von eineinhalb Jahren sollten Kinder schon etwa 10 Wörter in ihrem Wortschatz haben. Kurz vor dem zweiten Geburtstag steigert sich die Zahl auf rund 50 Wörter. Dann beginnen auch die ersten Zweiwortsätze. Der passive Wortschatz liegt in diesem Alter schon bei rund 200 Wörtern.
Entwicklung bei Ihrem Kind - Lasst mich die Welt entdecken!
Mit eineinhalb Jahren findet Ihr Kind zunehmend Interesse an anderen Menschen. Es beobachtet, wie der Polizist den Verkehr regelt, die Verkäuferin die Waren über den Scanner zieht, oder die Nachbarsfrau die Blumen gießt. Überall gibt es Spannendes zu entdecken. Natürlich will man da auch gleich selbst Hand anlegen: Und etwa das Supermarktregal räumen, der Oma die Brille abnehmen oder schauen was passiert, wenn das Spielzeug hoch durch die Luft fliegt.
Die Entwicklung bei Ihrem Kind führt in den ersten beiden Lebensjahren zu erstaunlichen Fähigkeiten – in einem rasanten Tempo. Auf einen Monat hin oder her kommt es nicht an. Sehen Sie von Vergleichen mit anderen Kindern ab – und freuen Sie sich stattdessen an jedem Fortschritt Ihres Kindes. Solange der Kinderarzt bei den U-Untersuchungen nichts Auffälliges feststellen kann – und Sie selbst keine extremen Verhaltensstörungen bemerken – ist alles in bester Ordnung.
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