Sicherheit für Ihr Kind

Zeckenimpfung - Chancen und Risiken

Eine Zeckenimpfung schützt vor einer Hirnhautentzündung oder vor Infektionskrankheiten, wie der Borreliose. Allerdings ist eine solche Impfung nur in einem Risikogebiet unbedingt nötig. Wie Sie sich und Ihre Kinder effektiv vor Zeckenbissen schützen, zeigt Ihnen dieser Artikel.

Wann eine Zeckenimpfung sinnvoll ist

Sowohl männliche als auch weibliche Zecken sind Blutsauger. Durch den Biss übertragen infizierte Zecken Krankheitserreger auf den Menschen. Diese können eine Hirnhautentzündung oder eine Borreliose auslösen. Je länger die Zecke saugen kann, desto größer das Risiko einer Erkrankung. In Deutschland gibt es verschiedene Risikogebiete mit vielen infizierten Zecken. Hierzu zählen zum Beispiel der Bayerische Wald und der Hochschwarzwald.

Welche Regionen als Risikogebiete ausgewiesen sind, kann man beispielsweise auf der FSME-Karte des Robert Koch Instituts nachschauen. Wer sich in einem solchen Risikogebiet befindet oder dort hin reist, sollte sich und seine Kinder unbedingt mit einer Zeckenimpfung schützen. Es ist jedoch übertrieben, seine Kinder nicht mehr in Wiesen spielen zu lassen oder sie regelmäßig impfen zu lassen, wenn man in keinem Gebiet mit vielen infizierten Zecken lebt.

Chancen und Risiken einer Zeckenimpfung

Durch eine Zeckenimpfung baut der Körper Antikörper gegen Hirnhäutentzündung und Borreliose auf. Anschließend kann der Körper also nicht erkranken, selbst wenn er von einer Zecke gebissen wird. Diese Methode ist deutlich effektiver als zum Beispiel Repellents. Diese Mittel gegen Insektenstiche wirken nämlich nur eine sehr kurze Zeit. Außerdem können Sie beim An- und Ausziehen abgewischt werden oder durch den Schweiß verloren gehen. Sie müssen also regelmäßig neu aufgetragen werden. Zusätzlich sind einige der Zusatzstoffe dieser Mittel eine Belastung für die Kinderhaut. Auch auf lange, eng anliegende Kleidung ist nur bedingt Verlass. Zwar wird den Zecken hier keine Angriffsfläche geboten, doch gelegentlich finden sie trotzdem ihren Weg bis zur Haut.

Die Risiken einer Zeckenimpfung halten sich in Grenzen. So ist es möglich, dass sich nach der Injektion eine Entzündung um die Einstichstelle bildet. Außerdem versteht der Körper die abgetöteten FSME-Erreger, die bei der Zeckenimpfung injiziert werden, als Krankheitserreger. Er reagiert mit Fieber und mit der Ausbildung von Antikörpern.

Dieses Fieber ist jedoch ungefährlich und die meisten Kinder stecken es sehr gut weg. Nicht zuletzt müssen Schwangere mit einer solchen Zeckenimpfung vorsichtig sein. Das Kind ist nämlich erst im letzten Schwangerschaftsdrittel in der Lage, die Zeckenimpfung zu überstehen. Bevor sich eine Schwangere für eine solche Impfung entscheidet, sollte sie deshalb sehr genau mit ihrem Frauenarzt sprechen.

Der Zeckentest

Es ist wichtig, sein Kind regelmäßig nach Zecken abzusuchen. Besonders dann, wenn es im Urlaub auf Wiesen und in Wäldern spielt. Je früher eine Zecke entdeckt und sachgerecht entfernt wird, desto besser. Außerdem gibt es im Handel sogenannte Zeckentests. Mit diesen kann man feststellen, ob die Zecke, von der man gebissen wurde, mit einer Krankheit infiziert war. Bei diesem Test muss die Zecke zerquetscht und in eine Lösung gegeben werden. Nach wenigen Minuten zeigt ein Teststreifen das Ergebnis an. Einen solchen Test kann man für etwa 10 Euro in einer Apotheke oder im Internet bekommen. Bei der Auswahl des richtigen Tests kann ein Gespräch mit dem Kinderarzt hilfreich und sinnvoll sein.

Linktipps

Auf der Seite des renomierten Robert Koch Institut in Berlin, werden die Risikogebiete der Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) in Deutschland nach Kreisgebieten geordnet und dargestellt (Stand Mai 2012). Eine gute Entscheidungshilfe ob eine Zeckenimpfung bei Ihnen und Ihren Kindern notwendig ist.

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